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Samstag, 18.09.2021 / 18:21 Uhr

Arnold Stadler

Portrait Arnold Stadler Arnold Stadler ist in Meßkirch geboren und wuchs im benachbarten Rast auf, wo er seit 1995 auch wieder lebt. Der Autor wurde durch Romane wie „Ich war einmal“ und „Feuerland“ bekannt. Seine teilweise autobiographischen Werke spielen häufig in seiner Heimat und thematisieren dabei die Veränderung dieser Gegend zwischen Oberer Donau und Bodensee. 1998 erhielt er den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. 1999 folgte der Georg-Büchner-Preis.

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"Meßkirch hat, so habe ich gelesen, die höchste Selbstmordquote in der Bundesrepublik. Zählt man die weggezogenen Selbstmörder und jene, die sich auswärts umgebracht haben, dazu, so rangiert hier Meßkirch weltweit ziemlich oben.“ Darf ein Meßkircher Autor solche unverschämt frechen Sätze schreiben? Natürlich nicht! Arnold Stadler tat es trotzdem und bekam für seine Romane den Georg-Büchner-Preis.

Stadlers großes Thema ist das Fremdsein daheim. Fremd und einsam fühlte sich der Bauernsohn aus dem Nachbardorf Rast schon im Meßkircher Gymnasium. Sein einziger Kamerad war zuhause sein Ferkel Frederic. Bis dieses eines Tages geschlachtet und ihm als Wurstsuppe vorgesetzt wurde.
 
Von schwarzem Humor durchtränkte Bücher und Auszeichnungen mit hochdotierten Literaturpreisen folgen bei Stadler seit Jahrzehnten in stetem Wechsel aufeinander. Und längst hat man auch im „Badischen Geniewinkel“ erkannt: Stadler ist – wie die übrigen Meßkircher Geistesgrößen ja auch – ziemlich „alefänzig“ und voll genial!
  • 1954 geboren in Meßkirch, aufgewachsen und bis heute wohnhaft in Rast bei Meßkirch
  • Studium der Germanistik in Freiburg, Köln und Bonn
  • 1986 Promotion
  • 1989 „Ich war einmal“, Jürgen-Ponto-Preis
  • 1992 „Feuerland“
  • 1993 Reinhold-Schneider-Förderpreis
  • 1994 „Mein Hund, meine Sau, mein Leben“, Hermann-Hesse-Förderpreis
  • 1995 Nicolas-Born-Preis
  • 1996 "Der Tod und ich, wir zwei“, Thaddäus-Troll-Preis
  • 1998 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis
  • 1999 „Ein hinreißender Schrotthändler“, alemannischer Literaturpreis, Georg-Büchner-Preis
  • 2002 „Sehnsucht“
  • 2003 „Eines Tages, vielleicht auch nachts“
  • 2004 Stefan-Andres-Preis
  • 2006 Ehrendoktor der FU Berlin
  • 2007 „Komm, gehen wir“
  • 2008 „Salvatore“
  • 2009 „Einmal auf der Welt. Und dann so“, Kleist-Preis
  • 2010 Johann-Peter-Hebel-Preis
  • 2014 Bodensee-Literatur-Preis
  • 2016 „Rauschzeit“
  • 2019 Ehrenbürger von Meßkirch und Sauldorf

"Es ist schon erstaunlich, dass in den vergangenen, sagen wir 500 Jahren – und wenn wir den heiligen Heimerad noch dazuzählen, dann sind es noch ein paar Jahrhunderte mehr - bei einem so kleinen Teilnehmerkreis an der Fortpflanzungsgesellschaft - so viele einzelne merk-würdige Gestalten aus Meßkirch kommen, und nicht etwa aus Tuttlingen oder Stockach oder Überlingen, zum Beispiel. Vergleichbares ist mir aus anderen Weltgegenden nicht bekannt."

Auszug aus einem Interview mit Amelie Mutschler im Jahr 2019

  • In der Schlossstraße neben dem Herz-Jesu-Heim befindet sich das ehemalige Schulhaus in dem auch Arnold Stadler die Schulbank gedrückt hat.
  • Einen Teil seiner Schulzeit verbrachte Stadler im Schloss Meßkirch. Sein Klassenzimmer befand sich in den Räumlichkeiten des heutigen Heidegger-Museums.
  • Ein umfangreiches Angebot an Büchern von Arnold Stadler erhalten Sie in der Buchhandlung Schönebeck in der Conradin-Kreutzer-Straße.

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  • Stadt Meßkirch
  • Conradin-Kreutzer-Straße 1
  • 88605 Meßkirch
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