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Montag, 10.12.2018 / 22:04 Uhr
Tourismus / Campus Galli

Campus Galli

Es ist ein Projekt, das vor 1200 Jahren begann...

Handwerker arbeiten seit fast 5 Jahren daran, ein mittelalterliches Kloster zu bauen, wie es Mönche im 9. Jahrhundert auf der Insel Reichenau gezeichnet und beschrieben haben: ein große Abteikirche, Wohnräume, Werkstätten, Stallungen und Gärten. Auf der Mittelalterbaustelle „Campus Galli“ bei Meßkirch soll im Laufe der kommenden Jahre eine ganze Stadt im Wald entstehen!

Doch wie baute man vor 1200 Jahren? Wie spaltete man Schindeln, schmiedete eine Axt oder färbte die Wolle? Welche Getreide wuchsen auf den Äckern und welche Heilkräuter in den Gärten? Die Mittelalterbaustelle ist gleichermaßen ein Forschungsprojekt wie ein Freilichtmuseum, die Besucher tauchen in eine Welt ein, in der es keine Maschinen gibt, jeder Arbeitsschritt von Hand gemacht werden muss, mühsam, bei Wind und Wetter.

Bäume werden gefällt und mit der Axt zu Balken behauen, Gewänder genäht, der Acker bestellt. Beim Schreiner riecht es nach frischem Holz und die Glut der Schmiedewerkstatt pulsiert hell im Takt der Blasebälge, während der Schäfer die Tiere zur Weide führt. Der Besucher erlebt bei „Campus Galli“ all die Dinge, die auch den Alltag der Menschen im Mittelalter bestimmten. Jeder Tag ein wenig anders, je nach Jahreszeit, je nach Baufortschritt.

Seit fünf Jahren wird nun an Campus Galli gearbeitet. Es wurden zahlreiche Werkstätten errichtet und eine Kirche aus Holz gebaut. Ab 2018 wird intensiv an einer großen Scheune gebaut, in der die Mönche früher ihre Garben eingelagert und das Korn gedroschen hätten. Daneben wird an einem Obst- und einem Gemüsegarten gearbeitet, dessen Zaun und Mauer die Hühner und Ziegen aussperren soll.

Die großen Klöster wie St.Gallen und Reichenau entstanden durch die Hand von Steinmetzen, Zimmermännern, Schmieden und vielen weiteren Handwerkern. Die Klöster waren Orte des Wissens und des Glaubens und damit wichtige Pfeiler, auf denen die mittelalterliche Gesellschaft ruhte.  
 
Publi_LEADER_Stand 05_2014
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Vor der Kirche werden die Hölzer für die Chorschranken vorbereitet
Maurerarbeiten an der Obstgartenmauer
Die Chorschranken und Pfeiler des Altarbaldachins werden mit Ornamenten verziert