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Mittwoch, 16.10.2019 / 00:41 Uhr
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Vernissage zur Heimatausstellung 2014: Meßkircher Komponisten


Die diesjährige Turmzimmerausstellung des städtischen Museums ist den Meßkircher Komponisten gewidmet. Zahlreiche Gäste waren am vergangen Montag der Einladung gefolgt und kamen zur Ausstellungseröffnung in den großen Festsaal im Schloss, unter ihnen die erfolgreiche Konzertpianistin Henriette Gärtner. Der Initiator und Meßkircher Stadtarchivar Dr. Armin Heim konnte in einem 90 minütigen Vortrag zur Ausstellung einmal mehr seine Fachkompetenz und Versiertheit im Beleuchten heimatgeschichtlicher Schätze unter Beweis stellen. In durchaus unterhaltsamer Weise gelang es ihm, die Zuhörinnen und Zuhörer auf eine interessante Zeitreise durch die Ruhmesvergangenheit von Meßkirch‘s Musik schaffenden Künstlern mitzunehmen. Dabei hatte er auch musikalische Einspielungen per CD parat. 

Conradin Kreutzer war nicht der einzige Komponist, dessen Name mit Meßkirch in Verbindung steht. Doch als Dr. Armin Heim auf ihn zu sprechen kam, geriet er unüberhörbar ins Schwärmen; was sicherlich nicht nur mit den musikalischen Werken und der Vita Conradin Kreutzers begründet war, sondern wohl auch damit erklärt werden kann, dass sein eigener Name – Armin Heim – in unserem Heimatmuseum auf der Stammbaumtafel des seinerzeit berühmten Komponisten steht. „Conradin Kreutzer war als Komponist in seiner Zeit ein weltberühmter Star.“ resümierte Armin Heim wörtlich.

Im Turmzimmer im Schloss geben neun große Schrifttafeln erschöpfende Auskunft über die bei der Vernissage vorgestellten Komponisten Johann Benn, Johann Wilhelm Schaeffer, Laurentius von Schnifis, Ludwig Fischer-Schwaner und Fritz Stärk. Neben dem künstlerischen Schaffen, dem Lebenslauf und der Bedeutung der Komponisten in ihrer jeweiligen Zeit erläuterte Armin Heim auch geschichtliche, gesellschaftliche und kulturelle Begebenheiten der einzelnen Epochen. Er zog dabei manch amüsanten Vergleich zur heutigen Zeit. Seine Ausführungen machten einmal mehr das Potential von Heimatgeschichte deutlich. Sein fundiertes Wissen und seine akribische Herangehensweise bei der Zusammenstellung einer solchen Ausstellung kommen auch bei der Meßkircher „Turmzimmerausstellung 2014“ zum Ausdruck. Sie ist bis zum 04. Mai zu den üblichen Museumszeiten von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr zu sehen. Zum Abschluss wird der Kreutzer Chor Meßkirch im Festsaal am Sonntag, 04. Mai 2014 ein Konzert geben.

Dr. Werner Fischer umrahmte die Vernissage musikalisch mit Darbietungen auf einem ganz besonderen Instrument, einem Virginal. Pianistin Henriette Gärtner nahm am Rande des anschließenden Stehempfangs im Gespräch mit Dr. Fischer an diesem besonderen Instrument Platz und spielte „vorsichtig“ einige Töne.

Das Virginal ist eine kleine Bauform des Cembalos, bei welcher die Saiten parallel zur Klaviatur verlaufen. Es hat zwei „klingende Stege“, die beide auf dem Resonanzboden liegen, was einen warmen, grundtönigen Klangcharakter zur Folge hat. Virginale waren vom 16. bis 18. Jahrhundert besonders in England und den Niederlanden verbreitet. Ihre Form war Vorbild für die im 18. Jahrhundert aufkommenden Tafelklaviere. Auf Grund der kleinen Bauform und des geringen Klangvolumens eignen sich Virginale vor allem für Kammermusik im kleinen Rahmen.

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