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Donnerstag, 18.07.2019 / 05:36 Uhr
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Einführung des kommunalen Energie-Managements


Die Stadt Meßkirch hat sich bekanntlich im letzten Jahr zur Teilnahme am Programm „eea-European-Energy-Award“ entschlossen. Mit Hilfe dieses Prozesses sollen die bisherigen Handlungen im Bereich „Energie-Ressourcenschutz – Energetische Optimierung der städtischen Gebäude – vorbildliches Verhalten bei Umwelt- und Klimaschutzfragen“ dokumentiert und deren Wirksamkeit und Erfolg weiterentwickelt werden. Begleitet wird die Stadt Meßkirch auf diesem Weg von der Energieagentur Biberach. In mehreren Team-Besprechungen wurde zunächst das sehr detaillierte Programm-Konzept mit den sechs Handlungsfeldern „Kommunale Gebäude und Anlagen“, „Versorgung und Entsorgung“, „Mobilität“, „Interne Organisation“, „Kommunikation und Kooperation“ sowie „Entwicklungsplanung und Raumordnung“ vorgestellt.

Als Arbeitsgrundlage und Zielvorgabe für die nächsten Schritte muss nun ein nachhaltiges und auf die örtlichen Gegebenheiten passendes Maßnahmenkonzept erarbeitet werden. Der begonnene Weg stellt eine Daueraufgabe dar, die über den Zeitraum der eea-Zertifizierung hinaus immer weiter verfolgt werden muss. Gerade in Zeiten knapper Kassen und immer weiter steigenden Energiekosten ist es von großer Bedeutung, diese Einsparpotenziale nachhaltig auszuschöpfen und damit nicht nur den Haushalt, sondern auch die Umwelt zu entlasten. Die Verwaltung ist sich auch hier ihrer Verantwortung den Bürgern gegenüber sowie ihres Vorbildcharakters durchaus bewusst.


Leitlinie „Energieeffizienz“

Die Leitlinie für Energieeffizienz für die Liegenschaften der Stadt Meßkirch trat zum 01.01.2014 in Kraft. Ziel der Energieleitlinie ist es, für die Verwendung von Energie Grundsätze und Handlungslinien festzulegen. Das Stadtbauamt ist für die rationelle Energieverwendung und für das Energiecontrolling innerhalb der Verwaltung verantwortlich. Dies bezieht sich auf alle Gebäude, Einrichtungen und betriebstechnischen Anlagen der Verwaltung und der Eigenbetriebe. Die in der Energieleitlinie aufgeführten Regeln sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung bindend. Jeder Mitarbeiter beziehungsweise auch der Nutzer der kommunalen Gebäude und Einrichtungen kann beziehungsweise sollte durch sein verantwortungsvolles Verhalten zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen.

Kommunales Energie-Management

Energie-Management ist die Optimierung von Gebäuden hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauches. Grundlage ist die Koordination und Zusammenführung einer Vielzahl von Aufgaben wie Energieverbrauchskontrolle, Gebäudeanalysen, Personal-Schulung und die Kontrolle und Optimierung von Regeleinrichtungen. Zuerst wird eine genaue Bestandsaufnahme des bisher Vorhandenen benötigt. Für diese Grundlagenermittlung müssen in vielen Einzelkategorien der sechs Handlungsfelder Daten und Angaben zusammengetragen und erfasst werden. Damit beginnt die Arbeit für den Aufbau des kommunalen Energiemanagement.

Ausbildungslehrgang erfolgreich abgeschlossen

Sabrina Rebholz ist vormittags als Sekretärin in der Grund- und Werkrealschule Meßkirch tätig. Nachmittags ist sie im Stadtbauamt Meßkirch beschäftigt. Sie hat in der Zeit von September 2013 bis Januar 2014 an einem Ausbildungslehrgang zur kommunalen Energiemanagerin teilgenommen. Der Lehrgang hatte folgende Themenschwerpunkte: Organisation des Energiemanagements in der Verwaltung, Aufbau eines Energiecontrollings, Optimierung des Anlagenbetriebs, Erstellung und Präsentation von Energieberichten sowie Nutzersensibilisierung und Energiebezugsverträge. In 60 Schulungseinheiten Theorie und 20 Schulungseinheiten Praxis vor Ort wurde das nötige Wissen vermittelt, um ein Kommunales Energiemanagement erfolgreich einführen zu können.

Am vergangenen Montag konnte Bürgermeister Arne Zwick das Zertifikat „Kommunale Energiemanagerin“ an Sabrina Rebholz überreichen. Er und Bauamtsleiter Thomas Kölschbach sprachen ihre Anerkennung für das berufliche Engagement aus.

Senkung der Betriebskosten und Entlastung der Umwelt

Der Energieverbrauch der öffentlichen Gebäude wird künftig täglich beziehungsweise monatlich überprüft, in einem Datenverarbeitungsprogramm erfasst und, nach einer Analyse der Gebäudedaten, bewertet. Anhand dieser Ergebnisse wird einmal jährlich eine Energiestatistik erstellt. Auf dieser Grundlage werden die Energie verbrauchenden Einrichtungen und Aggregate im Rahmen des Energiemanagements bei Bedarf optimal nachjustiert. Zudem werden bei Ortsbegehungen bauliche Mängel erfasst, die sich ungünstig auf den Energieverbrauch auswirken. Entsprechende Sanierungsvorschläge sollten dann fortlaufend in den Haushaltsplanberatungen berücksichtigt werden und nach einer Prioritätenliste kontinuierlich realisiert werden.

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