de Sprache
Dienstag, 16.07.2019 / 21:14 Uhr
Bürger / Aktuelles / Nachrichten / Nachricht

Nachricht

Schloss mit Hofgarten - Meßkirch`s Alleinstellungsmerkmal !


Der Hofgarten soll als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung und als Naturdenkmal geschützt werden. Aufgrund seiner exponierten Lage und seinem hohen Naturschutzwert durch die gute Vitalität der mächtigen Linden aus der Entstehungszeit ist er einzigartig und hat einen hohen Anteil an der Attraktivität des gesamten Ensembles von Stadtkirche, Schloss, als Kultur- und Museumszentrum, und Grünanlage (Hofgarten und Sassenagegarten).

Diesen Bereich gilt es so zu gestalten und in Szene zu setzen, dass er als städtebauliches Alleinstellungsmerkmal für Meßkirch zum Anziehungspunkt wird. Sämtliche Gestaltungsmaßnahmen der Freiflächen, die in den letzten Jahren im Rahmen der Stadtsanierung in der Innenstadt realisiert wurden, verfolgten bereits dieses Ziel. Eine der sensibelsten Herausforderungen ist nunmehr die Hofgarten-Umgestaltung. Neben der großen Fachkompetenz, die das Landschaftsarchitekturbüro Planstatt Senner aus Überlingen hierfür mitbringt, liegt Bürgermeister Arne Zwick die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sehr am Herzen. Dazu ein Gespräch mit ihm:

Herr Zwick, wie lassen sich die Maßnahmen allgemein beschreiben, die mit dem Begriff „Umgestaltung Hofgarten“ gemeint sind?

BM Zwick: Im Leitbild des Parkpflegewerks „Hofgarten“ wurde beschrieben, was genau zu realisieren wäre, um die typischen barocken Grundstruktur zu erhalten und für den Parkbesucher nachvollziehbar und erfahrbar zu machen. Die vorhandenen Unterlagen und Pläne zeigen, dass dabei das Augenmerk auf der Betonung der barocken Gestaltungselemente Parterre, Bosquet und Bosco liegen muss. Darauf beruht die bisherige planerische Arbeit der Planstatt Senner. Gleichzeitig soll eine ökologisch verträgliche Sanierung historischer Wege, Mauern, Wasser- und Brunnenelemente erfolgen, indem zum Beispiel Flächen sinnvoll entsiegelt oder Bäume sensibel entnommen beziehungsweise nachgepflanzt werden.

Was ist Ihrer Meinung nach bei der Planung der Maßnahmen besonders zu beachten?

BM Zwick: Man muss vorher genau wissen, welche Abfolge der einzelnen Schritte logisch und sinnvoll ist. Es geht nicht darum, mit einzelnen Aktionen schnell zu handeln, damit „irgendwas“ gemacht ist, sondern das Ganze muss nachhaltig und mit Weitblick sein. Wir sind sowohl dem Erhalt des wertvollen historischen Erscheinungsbildes verpflichtet wie auch für die Verkehrssicherheit des Hofgartens verantwortlich. Da gilt es zu unterscheiden, ob es sich um Baumpflegearbeiten handelt, für die im jährlichen Haushalt auch Mittel für laufende Unterhaltungsmaßnahmen eingestellt sind, oder ob es um gestalterische Maßnahmen geht, für die erst ein Konzept aufgestellt werden sollte.

Warum ist Ihnen die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger so wichtig?

BM Zwick: Der Hofgarten ist ein besonders sensibler Bereich und die Menschen hier sind zu Recht sehr empfindlich, wenn sie das Wort „Umgestaltung“ hören. Dabei denken viele gleich an „tabula rasa“. Und das wäre ganz falsch. Keiner will hier unbedacht und unvorsichtig einfach mit der Motorsäge durch und alles abholzen. Mir ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass wir uns die einzelnen Schritte sehr wohl überlegt haben und dass sie Sinn machen. Es soll schließlich etwas sehr Gutes dabei herauskommen, auf das die Meßkirch stolz sind und den Hofgarten dann auch als Naherholungsbereich schätzen und annehmen. Das heißt für mich gleichzeitig aber auch, selbst Verantwortung zu übernehmen, sich mit Anregungen und Ideen einzubringen und sich für den Erhalt des Hofgartens einzusetzen.

Und wie könnte diese Bürgerbeteiligung aussehen?

BM Zwick: Nachdem wir schon vor zwei Jahren sehr gute Erfahrungen mit den beiden Bürgerworkshops im Vorfeld gemacht haben, stelle ich mir vor, dass es im Laufe des Jahres einen weiteren Bürgerworkshop oder Bürger-Informationsabend geben soll. Dabei können die bisherigen Planungen und die Herangehensweise zur konkreten Umsetzung nochmals eingehend vorgestellt und erörtert werden. Wenn die Leute genau erklärt bekommen, was da geschieht, ist auch die Akzeptanz dafür gegeben.

Danach wäre ein Ortstermin ganz sinnvoll. Anhand von entsprechenden Markierungen könnte im Hofgarten selbst anschaulich dargestellt werden, was es konkret heißt, wenn in unserem Leitbild steht: „[…] Hervorhebung und Revitalisierung der wichtigsten Barockelemente in Anlehnung an Bagnatos Idealplan von 1736. Der Französische Gartenstil soll den Kernbereich des Hofgartens funktional und gestalterisch stärken, so zum Beispiel durch Herausschälen der historischen Wege-Blickbeziehungen. […] Wenn wir das angedeutet im Hofgarten zeigen können, hat man eine bessere Vor-stellung und wird die Umgestaltung mittragen können.

Bleiben Sie in Kontakt

  • Stadt Meßkirch
  • Conradin-Kreutzer-Straße 1
  • 88605 Meßkirch
Rathaus-Giebel
Schaukasten
Rathaus Saal