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Samstag, 19.08.2017 / 15:08 Uhr
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Veranstaltung

Götter, Krieger und Dämonen. Vom japanischen Holzschnitt zu Manga und Anime

KATSUSHIKA HOKUSAI: Der lachende weibliche Dämon Hannya, Holzschnitt 1830/ 1900
So, 5. März bis So, 18. Juni 2017
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Ausstellung in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch
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Beschreibung
Die Ausstellung erlaubt eine spannende Begegnung mit der Kultur Japans in Gestalt des traditionellen Farbholzschnitts und dessen Impulsen und Einflüssen auf die Comics und Zeichentrickfilme der Gegenwart. Neben zahlreichen Holzschnitten aus dem 18. und 19. Jahrhundert dokumentiert die Schau die vielschichtige Welt der Manga und Anime mit ihrer technischen Virtuosität und ihren aus der japanischen Geschichte und Glaubenswelt entliehenen Geistern, Dämonen, Kriegern und schönen Frauen.Im Begleitprogramm der Ausstellung  werden an den Sonntagen, 26. März, 7. Mai und 18. Juni, jeweils um 15 Uhr Sonderführungen angeboten. Am Dienstag, 4. April, 19.30 Uhr, findet eine Filmvorführung mit japanischen Anime statt. Die Ausstellung ist bis 18. Juni jeweils von Freitag bis Sonntag sowie feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
 
Großer Einfluss auf westliche Kunstwelt
 
In dem von der Außenwelt abgeschlossen Japan entwickelte sich vom 17. bis ins 19. Jahrhundert eine rege Unterhaltungskultur mit Theater, Vergnügungsvierteln, Literatur, Handel und Verlagswesen. In Romanserien und Blattserien verbreitete Holzschnitte boten für ein Massenpublikum Bilder von Theaterstars, schönen Frauen, Sumokämpfern, Kriegern vergangener Epochen und nicht zuletzt auch Gruselgeschichten. Mit ihren außergewöhnlichen Sujets, der ostasiatischen Ästhetik, der souveränen Linienführung und der oft plakativen Farbgebung inspirierten diese Holzschnitte nach der 1853/54 erzwungenen Öffnung Japans die westliche Kunstwelt nachhaltig. 
 
Die Ausstellung spürt dem Weg nach, auf dem sich diese traditionelle japanische Kunst in der Darstellungsweise und ihren Erzählinhalten zu den modernen Manga und Anime entwickelt hat. Nach der Öffnung Japans aus seiner Isolation wandelte sich die Holzschnitt- und Bildkunst nach dem neuen Zeitgeist, und es entwickelten sich im 20. Jahrhundert ganz eigene bildnerische Formen unter Fortführung der traditionellen Inhalte. Die große Beliebtheit der alten Bilderwelt in der sog. Edo-Zeit vor 200 und 300 Jahren findet ihre Fortsetzung in der massenweisen Verbreitung der modernen Manga und Anime in der heutigen japanischen Gesellschaft. Neben den übernatürlichen Erscheinungen in der japanischen Bild- und Erzähltradition finden sich darin in verwandelter Form auch deren Helden und Bösewichte, die Erotik und Schönheiten, Komik und Satire wieder. In der Ausstellung ausliegende Manga-Bände laden – mit deutschen Texten, aber von hinten nach vorne zu lesen! – die Besucher zum Blättern und Schmökern ein.
 
Als Beiträge aus Meßkirchs japanischer Partnerstadt Kahoku runden zwei Kamishibai (Papiertheater) und drei Manga mit Sagen aus Unoke und aus Takamatsu sowie zu Leben und Werk des Philosophen Nishida Kitaro die Ausstellung ab.
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Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer zur Manga-Ausstellung
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