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Dienstag, 20.11.2018 / 15:41 Uhr
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Festakt 125. Geburtstag Martin Heidegger


Die Stadt Meßkirch hatte aus Anlass des 125. Geburtstags ihres berühmtesten Heimatsohnes und Ehrenbürger Martin Heidegger zu einem Festakt eingeladen. Die normalerweise doch eher nüchterne Stadthalle wurde mit Lichteffekten in einen großen Festsaal mit sehr ansprechender Atmosphäre „verwandelt“, so dass sich die Gäste spürbar wohlfühlten und bei angeregten Gesprächen einen besonderen Abend erlebten. Bürgermeister Arne Zwick sagte zu Beginn seines Grußworts: „Wir sind stolz auf Martin Heidegger und auch darauf, dass heute Abend so viele seiner Familienangehörigen nach Meßkirch gekommen sind, um mit uns diese Feier zu begehen“. In seinen weiteren Ausführungen ging Herr Zwick auf den Umgang der Medien mit Personen des öffentlichen Lebens ein und erwähnte dabei auch die kritische Haltung zur Thematik „Heidegger und die Zeit des Dritten Reichs“. Der Bürgermeister wörtlich: „Martin Heidegger hat so viel Wertvolles und Anerkanntes in der Philosophie geschaffen. Er darf nicht auf die eine Zeitspanne der Vergangenheit reduziert werden“. Prof. Dr. Holger Zaborowski (Vertreter der Heidegger-Stiftung) stellte in seiner Ansprache das Wort „Gelassenheit zu den Dingen heißt auch Offenheit für das Geheimnis“ in den Blickpunkt. Er beschrieb eine der Thesen Martin Heideggers, die den Menschen auffordert, sich nicht von Zeitgeist und Machbarkeitswahn beherrschen zu lassen, sondern Zeitgeschehen zulassen zu können.

Der Gastredner des Abends, Alberto Rosales aus Caracas, zeichnete den Weg der Bekanntwerdung von Martin Heidegger und seiner philosophischen Lehre in Südamerika. Er berichtete u.a. von seiner persönlichen Begegnung mit Martin Heidegger während seiner Zeit in Freiburg. Herr Rosales gab Aufschlüsse über die Zusammenhänge gesellschaftlicher Gegebenheiten, veränderte Weltanschauungen und den Einfluss persönlicher Lebensphilosophien bedeutender Denker ihrer Zeit.
 
Dr. Alfred Denker (Leiter des Meßkircher Heidegger-Archivs) führte durch das Programm des Abends. Auch er betonte immer wieder den reichen Schatz der philosophischen Literatur Martin Heideggers. Die Auseinandersetzung mit seinen Texten bezeichnete er auch für die heutige Gesellschaft als lehrreich und gewinnbringend, beispielsweise Heidegger’s Aussagen zum Einfluss der Technik auf das Leben der Menschen.

Ein besonderes Erlebnis des Abends war sicherlich das Filmkonzert „Schwarzwald – Klangfarben und Lichtblicke“. Das Orchester „TonArt“ aus Heidelberg untermalte in gekonnter Weise beeindruckende Panoramaaufnahmen des Schwarzwaldes, der Landschaft die Martin Heidegger liebte und in die er sich immer wieder zurückzog.

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